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Beschreibung

Ford Modular 4.6 3V · VCT · 296 PS · 6R60 · Allrad mit Geländeuntersetzung · sieben Sitze

Der Ford Explorer gehört zu jener amerikanischen Fahrzeugklasse, deren Konstruktion sich lange Zeit kaum darum kümmerte, europäischen Vorstellungen von Eleganz oder Effizienz zu entsprechen. Ein Rahmen, ein großer Motor, viel Raum und die Fähigkeit, Last zu bewegen, standen an erster Stelle. Mit der vierten Generation wurde dieses Prinzip jedoch technisch erheblich verfeinert. Der Explorer behielt seine klassische Rahmenkonstruktion, erhielt aber ein vollständig unabhängiges Fahrwerk, moderne Fahrstabilitätsregelung und mit dem V8 einen Antriebsstrang, der weit interessanter ist, als seine 4,6 Liter zunächst vermuten lassen.

Der Achtzylinder gehört zur großen Ford-Modular-Familie. In diesem Explorer arbeitet die 4.6 3V-Ausführung: 4.601 cm³, SOHC-Zylinderköpfe aus Aluminium und drei Ventile pro Zylinder. Zwei Einlassventile verbessern die Füllung, ein großes Auslassventil übernimmt die Abgasseite. Hinzu kommt VCT – Variable Camshaft Timing, Fords hydraulische Nockenwellenverstellung. Der Motor besitzt keine Zahnriemen, sondern kettengetriebene Nockenwellen. In den Explorer-Anwendungen verband Ford die Aluminiumköpfe mit einem besonders robusten Graugussblock sowie langen Ansaugwegen, die bewusst auf Drehmoment im unteren und mittleren Drehzahlbereich ausgelegt wurden.

296 PS klingen heute beinahe bescheiden. In einem Explorer erzählen sie jedoch nur die halbe Geschichte. Der Modular-V8 wurde nicht als hochdrehender Sportmotor entwickelt, sondern für große Limousinen, Pick-ups und Geländewagen, bei denen thermische Reserven, gleichmäßiges Drehmoment und Dauerhaltbarkeit entscheidend sind. Sein tief heruntergezogener Kurbelgehäuseblock und die kräftige Lagerung der Kurbelwelle gehören zu jener konstruktiven Schule, aus der Ford über Jahre Millionen V8 für F-Series, Mustang, Expedition und zahlreiche Lincoln-Modelle ableitete.

Dahinter sitzt die 6R60, Fords sechsstufige Wandlerautomatik dieser Explorer-Generation. Das ist die korrekte Bezeichnung des Getriebes; die alte pauschale Beschreibung als „ZF-Automatik“ greift zu kurz. Ford führt die 6R60 bereits im originalen Handbuch des 2006er Explorer als eigenes sechsstufiges Automatikgetriebe.

Der Allradantrieb wird durch eine Geländeuntersetzung ergänzt. Anders als viele spätere weichgezeichnete Geländewagen bleibt der Explorer damit auch konstruktiv ein Fahrzeug, das Last, schlechte Wege und Anhängerbetrieb ernst nimmt. Gleichzeitig besitzt diese Generation Einzelradaufhängung und AdvanceTrac mit RSC – Roll Stability Control. Das System erfasst nicht nur Schleudertendenzen, sondern berücksichtigt über zusätzliche Sensorik auch die Wankbewegung des hohen Aufbaus.

In der Eddie-Bauer-Ausführung bekommt diese robuste technische Basis eine fast eigentümlich amerikanische Form von Luxus: beige Innenausstattung, sieben Sitzplätze, viel Teppich, große Sitze und eine dritte Reihe, die vollständig im Fahrzeugboden verschwindet. Es ist kein europäischer Sport-Geländewagen und versucht auch nicht, einer zu sein. Es ist vielmehr ein großer Reisewagen mit Nutzfahrzeuggenen – und gerade diese Ehrlichkeit macht seinen Charakter aus.

Für den Alltag hat er moderne Technik an Bord: ein Android-Multimediasystem mit deutscher Menüführung und Hochtönern, Rear Entertainment für die Mitfahrenden im Fond sowie Dashcams vorne und hinten.

TECHNISCHE MASSNAHMEN AN DIESEM FAHRZEUG

- 6R60-Automatikgetriebe vollständig überholt
- Getriebeöl und Filter im Zuge der Überholung erneuert
- Öl des Hinterachsdifferentials erneuert
- beide vorderen Radlager erneuert
- Bremsanlage an Vorder- und Hinterachse vollständig erneuert
- beschichtete Heavy-Duty-Bremsscheiben montiert
- sämtliche Zündkerzen erneuert
- Motoröl und Ölfilter erneuert
- Luft-, Kraftstoff- und Innenraumfilter erneuert
- neue Dunlop-Sommerreifen
- originale Ford-Chromräder
- Karosserie und Unterboden nach vorliegenden Angaben absolut rostfrei
- nach vorliegenden Angaben unfallfrei

Die Arbeiten sind für diesen Wagen fast wichtiger als irgendein Hochglanzversprechen. Ein alter V8-SUV kann günstig gekauft und teuer auf Verschleiß gefahren werden – oder man erledigt genau jene großen Positionen, die später Geld und Nerven kosten. Bei diesem Explorer sind Getriebe, Bremsanlage, Radlager, Flüssigkeiten, Zündung und Bereifung bereits umfassend angegangen worden. Die ursprüngliche Fahrzeugbeschreibung dokumentiert diesen Arbeitsumfang.

Ein Explorer 4.6 V8 muss nicht so tun, als sei er leicht, klein oder sparsam. Seine Qualitäten liegen anderswo: Leiterrahmen, 4.6 Modular 3V, 6R60, Untersetzung, sieben Sitze – und ein Antriebsstrang, dessen wesentliche Verschleißpunkte bereits überarbeitet wurden. Das ist kein Mode-SUV. Es ist eine Maschine für Menschen, die gelegentlich tatsächlich etwas von einem großen Geländewagen verlangen.